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Feministischer Austausch über Grenzen hinweg: Isländische Dachorganisation ÖBÍ vernetzt sich mit FmB

    Eine Delegation der isländischen Behinderten-Dachorganisation ÖBÍ hat Österreich besucht und einige Organisationen zum Thema Behinderung kennengelernt. Darunter auch FmB, um sich über anti-ableistische und feministische Interessenvertretung, aktuelle Projekte und Gewaltschutz auszutauschen.

    Julia und Heidi von FmB sitzen mit 9 Personen der isländischen Behinderten-Dachorganisation Öbi um einen Tisch herum und tauschen sich aus.
    Bild 1: Austausch von FmB mit der Delegation von ÖBÍ aus Island

    Am 16. September 2026 war eine Delegation von ÖBÍ – Öryrkjabandalag Íslands im Austausch mit FmB. ÖBÍ ist die Dachorganisation der Behindertenverbände in Island: Sie vereint zahlreiche Mitgliedsorganisationen von Menschen mit Behinderungen und setzt sich für deren Rechte, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe ein. Der Besuch bei FmB war Teil einer größeren Austauschreise, bei der die Delegation mehrere Organisationen aus dem österreichischen Behindertenbereich traf. Für FmB leiteten die beiden Co-Vorsitzenden Julia Moser und Heidemarie Egger den Austausch.

    Im Mittelpunkt stand die Arbeit von FmB an der Schnittstelle von Anti-Ableismus, Feminismus und Intersektionalität. Wir gaben Einblick in unsere aktuellen Projekte und in die österreichischen Politikprozesse, in die FmB eingebunden ist – darunter die Beteiligung am Nationalen Aktionsplan (NAP) Gewalt gegen Frauen und Mädchen 2025–2029 sowie das Projekt „Türen Öffnen“ mit Ninlil und dem Projekt „Geld und Frauen mit Behinderungen“ mit dem LBI-GMR.

    Besondes interessiert war die Delegation am Thema Gewaltschutz. Gewalt gegen Frauen* mit Behinderungen ist ein zentrales Handlungsfeld von FmB. Wir tauschten uns über Zugänge, Schutzlücken und Ansätze aus, wie Gewaltschutz für Frauen* mit Behinderungen wirksam und barrierefrei gestaltet werden kann – und darüber, was Interessenvertretungen aus beiden Ländern voneinander lernen können.

    Spannend war für uns auch der Blick auf die Situation in Island: Während die Frauenrechte dort bereits weit entwickelt sind, bestehen bei den Rechten von Menschen mit Behinderungen noch deutliche Lücken. Im Austausch erfuhren wir außerdem von Tabú, einer feministischen Behindertenbewegung in Island, die, ähnlich wie FmB, die Anliegen von Frauen* mit Behinderungen an der Schnittstelle von Feminismus und Anti-Ableismus sichtbar macht. Zu erfahren, dass es auch in Island eine Selbstvertretung mit einem so verwandten Ansatz gibt, war für uns besonders bereichernd.

    Ein herzliches Dankeschön geht an BIZEPS, in dessen Räumlichkeiten wir für diesen Austausch zu Gast sein durften. Wir bedanken uns bei der Delegation von ÖBÍ für den offenen und inspirierenden Austausch und freuen uns auf eine mögliche weitere Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

    Julia und Heidi von FmB sitzen mit 13 Personen aus Island rund um einen Tisch. Alle schauen freundlich nach vorne in die Kamera.
    Bild 2: Austausch von FmB mit der Delegation von ÖBÍ aus Island