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Ein Raum für unterschiedliche Lebensrealitäten: Frauen* mit Behinderungen im Dialog

    Am 22. Oktober 2026 gestalteten Heidemarie Egger und Magda Leitner in Linz den Workshop „Frauen* mit Behinderungen: Empowerment & Wissen“ in Kooperation mit dem Empowerment-Center (EMC) des ki-i.

    Eine besonders große und vielfältige Gruppe von Frauen* mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und ganz verschiedenen Barrierefreiheitsanforderungen kam zusammen. Besonders eindrucksvoll war dabei der achtsame Umgang miteinander. Die Teilnehmerinnen* nahmen aufmerksam wahr, welche Bedürfnisse andere gerade hatten, unterstützten einander und gingen respektvoll auf unterschiedliche Anforderungen ein. So entstand ein wertschätzender Raum, in dem unterschiedliche Formen der Teilnahme selbstverständlich Platz hatten.

    Zwei Workshop-Leiterinnen von FmB sitzen vor einer Leinwand und begleiten eine Gruppenaktivität. Auf der Leinwand ist die Frage „Warum bist du heute hier?“ sowie eine Anleitung zur Auswahl einer passenden Postkarte zu sehen. Vor den beiden stehen ein Laptop und verschiedene Workshopmaterialien.
    Die Workshop-Leiterinnen von FmB begleiten die Teilnehmenden bei einer Kennenlernrunde und der Auseinandersetzung mit ihren persönlichen Beweggründen. (Foto: Empowerment-Center Linz)

    Inhaltlich beschäftigten wir uns mit verschiedenen Themen, die das Leben von Frauen* mit Behinderungen prägen. Wir sprachen über Feminismus und Ableismus, über gesellschaftliche Barrieren und Vorurteile sowie darüber, wie unterschiedliche Diskriminierungsformen zusammenwirken. Weitere Schwerpunkte waren Intersektionalität, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Schönheitsideale. Dabei ging es auch um die Sichtbarkeit von Frauen* mit Behinderungen und die Frage, wie sie ihre Lebensrealitäten selbstbestimmt gestalten und ihre Interessen vertreten können.

    Ein weiterer Schwerpunkt war die Peer-Beratung. Gemeinsam mit Maria Zika beschäftigten wir uns mit diesem Beratungsansatz. Der Begriff „Peer“ bezeichnet Menschen, die eine gemeinsame Eigenschaft haben oder sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. In der Peer-Beratung im Behindertenbereich bedeutet dies, dass Menschen mit Behinderungen andere Menschen mit Behinderungen beraten. Die eigenen Lebenserfahrungen der Peer-Berater*innen bilden dabei eine wichtige Grundlage für die Beratung. Sie ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe und unterstützt Menschen dabei, Informationen zu erhalten, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.

    Eine Frau mit roter Brille und rotem Oberteil sitzt an einem Tisch und spricht in ein Mikrofon. Eine weitere Frau steht daneben. Im Hintergrund sind große Fenster und ein Informationsbanner zu sehen.
    Ein FmB-Mitglied spricht über ihre Erfahrungen. (Foto: Empowerment-Center Linz)

    Besonders bereichernd war auch der Austausch in den Kleingruppen. Wir achteten bewusst darauf, die Gruppen so zusammenzustellen, dass Frauen* miteinander ins Gespräch kamen, die sich zuvor noch nicht gut kannten. Dadurch trafen unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen aufeinander und es entstanden neue Möglichkeiten, voneinander zu lernen und sich besser kennenzulernen.

    Wir nehmen viele wertvolle Gedanken, neue Begegnungen und die Erfahrung mit, wie viel Kraft in gegenseitiger Unterstützung, Aufmerksamkeit und gemeinsamem Austausch liegt.