Im Magazin an.schläge (II/2026) erschien ein Artikel von Veronika Siegl (Pro Choice Austria) und Heidemarie Egger von FmB zu indizierten Schwangerschaftsabbrüchen. Den vollen Artikel könnt ihr auch bei Our*Bodies und bei Bizeps nachlesen. Nachfolgend ein Auszug aus dem Artikel:
„Anti-Abtreibungs-Bewegungen instrumentalisieren die Debatten um die embryopathische Indikation. Für ein progressives Abtreibungsrecht braucht es starke feministische und anti-ableistische Allianzen. Von Veronika Siegl und Heidemarie Egger
Es ist eine Debatte, die immer wieder aufflammt: Braucht es eine eigene Regelung für Schwangerschaftsabbrüche, wenn beim Fötus eine Behinderung oder schwere Erkrankung festgestellt wird?
2018 forderte die österreichische Bürger:inneninitiative #fairändern die Abschaffung der sogenannten embryopathischen Indikation, die Abtreibungen in diesem Fall auch nach dem dritten Schwangerschaftsmonat straffrei stellt. #fairändern vereint Vertreter:innen der katholischen Anti-Abtreibungsbewegung und Politiker:innen der ÖVP und FPÖ – und wurde auch von Mitgliedern einzelner Behindertenrechtsgruppen unterstützt. Teil des Forderungspakets sind auch eine verpflichtende psychologische Beratung und Wartezeit für ungewollt Schwangere, eine Motivforschung und eine Informationskampagne über Alternativen zum Abbruch. Damit decken sich die Forderungen von #fairändern mit denen der globalen rechts-konservativen Opposition zu Schwangerschaftsabbrüchen, die von einer aggressiven Anti-Abtreibungsrhetorik zu einer weicheren, moderneren Strategie übergegangen ist: Statt zu strafen, wolle man Frauen nun „helfen“.
Die Initiative verlief schnell im Sand, nicht zuletzt, weil sich die türkis-blaue Koalition 2019 im Zuge des Ibiza-Skandals auflöste. Wie die Regierungsverhandlungen Anfang 2025 zeigten, ist eine zukünftige Koalition zwischen den beiden Parteien allerdings nicht auszuschließen – gerade in Anbetracht des Erstarkens rechts-konservativer Bewegungen in Österreich und weltweit. Als Feminist*innen müssen wir also vorbereitet sein auf erneute Vorstöße zur Einschränkung reproduktiver Autonomie.“
Mehr zu indizierten Schwangerschaftsabbrüchen, der Instrumentalisierung durch Anti-Abtreibungs-Initiativen und warum es sich um ein heikles Thema handelt, könnt ihr im vollen Artikel lesen. Dieser erschien zuerst im Magazin an.schläge (II/2026). Den vollen Artikel könnt ihr auch bei Our*Bodies und bei Bizeps nachlesen.