FmB Vorstandsmitglied Isabell Naronnig setzt sich besonders für einen besseren Gewaltschutz und für Peer-Räume für Frauen* mit Behinderungen ein.
Gewaltschutzkonzepte
Wenn es keine inklusiv erarbeiteten und gelebten Gewaltschutzkonzepte gibt, besteht die Gefahr, dass Gewalt gegen Frauen* mit Behinderungen nicht ernst genommen und verharmlost wird.
Schutz der Privat- und Intimsphäre und Zugang zu sexueller Aufklärung
Mädchen* und Frauen* mit Behinderungen erleben – insbesondere in Einrichtungen der Behindertenhilfe –
unzureichenden Schutz der Privat- und Intimsphäre.
Gleichzeitig ist:
- Unterstützung bei sexueller Aufklärung
- Unterstützung beim Wunsch nach Liebe, Beziehungen und Sexualität
- Unterstützung bei selbstbestimmter Familienplanung
nach wie vor keine Selbstverständlichkeit, sondern oft abhängig von der Haltung des Umfelds, in dem sie leben.
Rechtlich abgesicherte Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen
Gelebter Gewaltschutz für Mädchen* und Frauen* mit Behinderungen darf nicht vom Zufall und vom Engagement einzelner Personen abhängig sein.
Es braucht rechtlich abgesicherte Maßnahmen, die verlässlich umgesetzt werden.
Gewaltschutz braucht gezielte Aufmerksamkeit
Gelebter Gewaltschutz braucht gesetzlich verankerte Ressourcen,
um planen, handeln und intervenieren zu können.
Gewaltschutz verpflichtend in die Ausbildungen
Wissen über Gewaltbetroffenheit sowie Gewaltschutz und Gewaltprävention muss verpflichtender Teil in allen Ausbildungen bzw. Berufsbildern sein, insbesondere für jene Personen, die mit Menschen bzw. Frauen* mit Behinderungen arbeiten oder sie unterstützen.
Bedarfsorientierte Persönliche Assistenz
Persönliche Assistenz soll allen zugänglich sein, die damit leben wollen. Persönliche Assistenz wirkt gewaltpräventiv und stärkt Selbstbestimmung.
Community und Peer-Räume
Mädchen* und Frauen* mit Behinderungen sollen schon früh die Möglichkeit erhalten, Peers kennenzulernen und sich in schützenden, bestärkenden Räumen außerhalb ihrer Familien- und Betreuungssysteme zu bewegen.
Diese Räume ermöglichen:
- sich zu informieren
- sich auszutauschen
- zu lernen
dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse wichtiger sind als die des Systems, in dem sie leben (müssen).