Die Stadt Wien (Frauenservice Wien) hat im Februar eine Online-Ratgeberin veröffentlicht, der Beratungseinrichtungen hilft, ihre Beratungen ganzheitlich barrierefreier zu gestalten. Es werden Informationen, Checklisten und Tools zu unterschiedlichen Themenbereichen entlang der Service-Kette zur Verfügung gestellt.
Dies beginnt beim barrierefreien Web-Auftritt (beispielsweise Bedienbarkeit durch Tastatur, Farbkontraste, Untertitel/Audiodeskriptionen, Alternativtexte und weitere Aspekte). Danach wird das Erstellen von barrierefreien Dokumenten behandelt. In einem weiteren Kapitel wird mit Beispielen gezeigt, wie eine Wegbeschreibung durch das Angeben von spezifischen Informationen verständlicher wird.
Bei der Beratungsstelle angekommen, beschreibt Kapitel 5 die Gestaltung eines barrierefreien Eingangs-, Innen- und Wartebereichs. Wichtig dabei ist neben der baulichen Barrierefreiheit auch Aspekte der Orientierung, die Weitergabe von Informationen über mehrere Sinne (visuell, auditiv, taktil) sowie das Anbieten von Ruhezonen und Minimierung von Reizüberflutung.
Besonders spannend ist die Toolbox zur barrierefreien Kommunikation, in welcher anti-ableistische Sprache aufgegriffen wird. Danach werden Fragen zur Selbstreflexion angeboten. Abschließend finden sich wertvolle Infos zu barrierefreien WC-Anlagen sowie zur Sicherheit und Notfall-Evakuierung.
Bei der Entstehung des Ratgebers haben wir mit unserem Feedback unterstützt. Wir begrüßen an der Ratgeberin sehr, dass das soziale Modell von Behinderungen thematisiert wird und dass Barrierefreiheit über alle Abschnitte hinweg breit verstanden wird. Auch das Thema Intersektionalität bzw. Frauen* mit Behinderungen wird an verschiedenen Stellen besonders angesprochen.